Sydney Croft - Gespielin des Feuers

Autorin: Sydney Croft
Titel: Gespielin des Feuers
Originaltitel: Taming The Fire
Reihe: ACRO (Teil 4)
Seiten: 464
Verlag: Heyne
Erscheinungdatum: 03/2012
Preis: 8,99 €
Leseprobe

Inhalt
Sie ist jung, schön und tödlich: Gestaltwandlerin Rik Jaeger kennt keine Grenzen außer der eigenen Leidenschaft. Doch ihre übernatürlichen Kräfte lassen sie zu einer Gefahr werden – für sich und andere. Trance, Agent der Geheimorganisation ACRO, hat den Auftrag, die junge Frau zu beschützen. Leichter gesagt als getan, denn Rik vertraut nichts und niemandem. Aber Trance verfügt ebenfalls über außergewöhnliche Gaben, und noch während Rik versucht, ihn in ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel zu verwickeln, muss sie erkennen, dass sie in Trance ihren Meister gefunden hat. (Heyne)
Review
Sydney Croft ist das Alter-Ego zweier Schriftstellerinnen namens Stephanie Tyler und Larissa Ione. Ihre ACRO Serie wird nicht umsonst als "Erotica meets the X-Men" bezeichnet, denn jeder ACRO-Agent hat seine eigenen spezifischen Fähigkeiten und die Bücher gehören klar zum Erotic Romance Genre, denn an erotischen Szenen mangelt es dem Bücher nun wirklich nicht. "Gespielin des Feuers" ist mittlerweile der Vierte in Deutsch erschienene Teil dieser Serie und nachdem mich die Haupthandlung von "Geliebte des Blitzes" (Teil 3) enttäuscht hatte, bin ich umso erfreuter, dass dieser Teil wieder an den ersten und zweiten Teil heranreichen kann.

Und wieder muss ich etwas zu diesem Titel sagen, auch wenn ich es eigentlich nicht wollte. "Gespielin des Feuers" vermittelt, genau wie die Titel von Teil 2 und 3, einen ganz falschen Eindruck. Auch in diesem Buch hat niemand die Fähigkeit mit Feuer bzw. einem Element umzugehen. Jedoch könnte es wieder metaphorisch gemeint sein, denn zwischen den beiden entfacht sich ein Feuer der Leidenschaft (man klingt das abgedroschen, ist aber wahr *lach*). Was mir aber positiv aufgefallen ist, dass ACRO in diesem Buch nicht übersetzt wurde, nachdem es in den anderen Teilen immer falsch gemacht wurde.

Wer auf einen langsamen Einstieg gehofft hat, wird enttäuscht, denn es geht von der ersten Minute an zur Sache. Und das meine ich wirklich so. Ulrika Jäger ist die vermutlich letzte Gestaltwandlerin die existiert. Sie und ihre Familie wurden von Itor gefangen genommen, für Experimente missbraucht und getötet nur Ulrika überlebte.
Rik kannte bis vor ein paar Monaten nichts außer der Welt der Geheimorganisation, die sie genetisch modifiziert hatte, sodass sie nun ihr inneres Tier herauslassen und verwandeln kann. Itor benutzte sie als Killermaschine und sie war machtlos dagegen aber dank Hilfe eines Freundes innerhalb der Organisation konnte sie fliehen und versteckt sich seitdem in einer Welt aus Schmerz und Lust. Um ihre Bestie zu kontrollieren, benutzt sie BDSM als Ausgleich, obwohl ihr das zum Teil zu wider ist. Sie will keine Domina sein, doch sie muss. Und da kommt ihr Trance gerade recht, denn er ist stärker als jeder Sub zuvor und sträubt sich gegen die Dinge, die sie mit ihm macht, denn er ist keineswegs devot. Die perfekte Herausforderung für sie und ihr inneres Biest.
Wie man schnell erkennt, ist Rik eine sehr vielschichtige Persönlichkeit, die zwar auf den ersten Blick eiskalt daher kommt aber in Wirklichkeit einfach nur sie selbst sein möchte und dazu gehört es auch, dass sie einmal in ihrem Leben beschützt und dominiert werden will. Und genau das gibt ihr Trance, auch wenn sie es nicht zulassen möchte.
Die Dynamik zwischen den Beiden ist interessant. Sie trauen dem anderen anfangs nicht, fühlen sich aber sehr zueinander hingezogen. Jeder versucht den anderen zu dominieren und hat seine persönlichen Gründe dafür. Die Spannung zwischen ihnen ist extrem sexuell aufgeladen und entlädt sich oft in heißen Szenen. Sie müssen einige Hürden überwinden und gegen ihre inneren Dämonen kämpfen aber das tun sie für ihre Liebe. 

Auch die Handlung ist dieses Mal überzeugend und spielt sich nicht am Rande ab. Man ist mittendrin. Wer jetzt allerdings abenteuerliche Verfolgungsjagden mit Itor erwartet, wird enttäuscht, denn der eigentliche Kampf findet innerhalb der Beziehung statt. Dennoch kommt die Spannung nicht zu kurz.
Was mich wieder besonders freute, war die Nebenhandlung um Dev, nachdem im letzten Buch seine große Liebe gestorben ist. Die Story war interessant und hat Potenzial, denn so einfach, wie es im ersten Moment aussieht, kann es einfach nicht sein ;) Andere Charaktere auf früheren Büchern tauchen, wenn überhaupt, nur kurz und in untergeordneter Position auf. Ist aber meiner Meinung nach nicht schlimm, da sie in unter anderen in "Geliebte des Blitzes" ihren großen Auftritt hatten. Was mich überrascht hat ist, dass  der  verschwundene ACRO-Agent wieder auftaucht und dass dieser gleich sein Happy End bekommt. Irgendwie ist die Lovestory merkwürdig aber zugleich gegen Ende hin niedlich.
Die Nebenhandlungen dominierten nicht, sie sind nur hier und da eingestreut aber ergeben zumindest bei der zweiten Story eine komplette, kurze und nette Geschichte.

"Gespielin des Feuers" hat mich wieder versöhnlich gestimmt, nach der schlechten Haupthandlung des dritten Teils und ich habe das neuste Buch regelrecht verschlungen. Der Schreibstil war wieder sehr flüssig und direkt, die Handlung logisch, die Charaktere sehr interessant und die Luft knisterte nur so vor sexueller Energie. Ob es das beste der Reihe bisher war, kann ich nicht wirklich sagen aber mir hat er gut gefallen. Deswegen vergebe ich auch verdiente 4 Eulen. 


Reviews zu den ersten drei Teilen...

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