Megan MacFadden - Schattengefährte

Autor: Megan MacFadden
Seiten: 448
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 09/2011
Preis: 7,99€

Inhalt
Die schöne Alina wird in ihren Träumen immer wieder von einem Raben heimgesucht, der sich in einen schwarzen Ritter verwandelt, sobald er sich zu ihrem Lager niederbeugt. Als die Burg ihres Vaters überfallen wird, steht sie dem unheimlichen Gebieter ihrer Träume plötzlich leibhaftig gegenüber. Mit geheimnisvollen Kräften besiegt er die Angreifer – und fordert Alina als »Kriegsbeute«. (Amazon)

Review
Als ich mir letztes Jahr das Buch gekauft habe, geschah es recht spontan, da mich der Inhalt angesprochen hatte. Und ich wurde doch stark überrascht, da die Inhaltsangabe zum Inhalt überhaupt nicht passte. Ich weiß gar nicht genau was ich erwartet hatte, aber bestimmt nicht diese Geschichte. Ich warne schon einmal vor, ich spoilere etwas - okay viel ;)

Wie ich schon schrieb, passt die Inhaltsangabe überhaupt nicht zum Inhalt des Buches. Alina träumt tatsächlich von einem Raben aber dies auch nur einmal, denn in den darauf folgenden Nächten erscheint ihr der Rabe als Mensch und sie erwartet ihn, denn sie weiß, das er kein Traum ist.  Seit der zweiten Nacht, in der Alina erkennt, was Fandur ist, kommen sie sich immer näher. Er möchte ihr Vasalle sein und sie willigt ein und verlangt von ihm Antworten, die er ihr aber nur beantworten wird, wenn er eine Gegenleistung erhält. Er möchte ihr Haar berühren, ihre Haut und ihr Augen. Er ist fasziniert von ihr und sie auch von ihm. Zwischen den Beiden entsteht eine zarte Liebe, die jedoch recht seicht dahinfließt. Wahre Emotionen und tiefe Gefühle habe ich vermisst. Auch im Laufe der Handlung ändert sich nicht allzu viel daran.  Auch vertrauten sie sich nicht. Die Charaktere blieben für mich einfach eindimensional und nicht sehr einprägsam, genau wie die Liebesgeschichte. 

Wie man anhand der Inhaltsangabe auch glauben mag, ist der Angriff der Burg ein wesentlicher Bestandteil der Story und ausschlaggebend, doch man erkennt schnell, dass es nicht so ist. Die Burg wird überfallen, aber erst nach 215 Seiten und geschieht meiner Meinung nach recht unspektakulär. Auf Aktion und Spannung wartete ich verblich, da nichts näher beschrieben wurde. Auch wird geschrieben, das Alina nun  ihrem Gebieter der Träume plötzlich leibhaftig gegenüberstehen soll, was an sich ja nicht stimmt. Er steht ihr nur das erste mal am Tag und als Ritter gegenüber und fordert sie nun als Kriegsbeute. Ihr Vater, der König willig ein und Fandur nimmt sie mit. An dieser Stelle erwartete ich, dass nun endlich etwas aufregendes passierte aber ich wurde wieder enttäuscht.
Jedes Mal, wenn sich ein Konflikt anbahnt oder sich Spannung aufbaut, verpufft er/sie einfach. Die Geschichte plätschert einfach nur so vor sich hin. Das fand ich recht enttäuschend, da an sich die die Idee der Story gut ist. Aber mir fehlte an vielen Stellen einfach Emotionen, echte Handlung, Spannung und Aktion. Der Roman hatte für mich keine Spannungskurve und blieb gleichbleibend flach. Was ich allerdings nicht abstreiten kann ist, dass das Buch bildgewaltig daher kommt. Es wird eine eigene Welt erschaffen, die mystisch ist, jedoch manchmal widersprüchlich.

Es ist für mich sehr schwierig, diesen Roman richtig einzuschätzen, denn auf der einen Seite fand ich ihn gut aber auf der anderen langweilig. Für mich lebt eine Geschichte erst richtig, wenn es Konflikte gibt, die sich nicht einfach lösen lassen oder die plötzlich nicht mehr sind, da sie ohne das Wissen des Lesern im Hintergrund einfach gelöst wurden. Genau das geschah in diesem Roman.
Der Schreibstil der Autorin wiederum ist ein positiver Aspekt an diesem Buch, denn er ist sehr poetisch und hat etwas an sich, dass die fantastische Welt zum Leben erweckte.

Fantastische und bildgewaltige Welt versus langweiliger Handlung, da ist es wirklich schwierig eine Bewertung abzugeben. Mir fehlte einfach an zu vielen Stellen etwas aber aus der Hand legen wollte ich es dennoch nicht. Gerade weil es so schwierig ist, habe dieses Mal wirklich alle Komponenten einzeln Bewertet: Cover 3/5, Inhalt 4/5, Protas 3/5, Sprache 5/5, Logik 3/5, Umsetzung 3/5, Spannung 1/5, Romantik 2/5
Zusammenfassend komme ich auf ein Ergebnis von 3 von 5 Eulen. Man kann das Buch wirklich lesen, denn als schlecht würde ich es nicht bezeichnen, nur mir war es etwas zu langweilig ;)

2 Kommentare

{ Niniji } at: 6. März 2012 um 13:40 hat gesagt…

Also laut der Inhaltsangabe hätte ich auch nach dem Buch gegriffen! Aber nach deiner Rezension auf keinen Fall mehr. Danke für die Aufklärung :)

Ich kann sowas gar nicht leiden, wenn der Inhalt völlig falsch dargestellt wird.

LG
Niniji

{ Sylvia } at: 31. März 2012 um 00:20 hat gesagt…

Oje, "Schattengefährte" lagert noch auf meinem SuB. Jetzt mag ich es gar nicht mehr lesen...

LG Sylvia

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