Elizabeth Amber - Der Traum des Satyrs

Autorin: Elizabeth Amber
Originaltitel: Dominic
Reihe: Lords of Satyr
Seiten: 395
Verlag: Knaur TB
Erscheinungstermin: 06.01.2012
Preis: 8,99 €

Der Roman ist für Leser unter 18 Jahren nicht geeignet.
Inhalt
Jede Nacht ruft er sie herbei, jede Nacht liegt sie in seinen Armen, jede Nacht wünscht er sich, sie könnte bei ihm bleiben … der Satyr Vincent liebt eine Nymphe, die wie alle ihrer Art in den Nebeln der Anderwelt verschwindet, sobald der Tag anbricht. Keiner von ihnen ahnt, welch böse Magie dahintersteckt, als sie eines Tages doch bleibt … (Knaur TB)
Review
Wie man oben lesen kann, ist der Originaltitel "Dominic", weswegen ich auch leicht verwirrt war, als in der Inhaltsangabe der Name "Vincent" auftauchte. Doch wenn man das Buch erst einmal aufgeschlagen hat, wird einem klar, dass es sich um 2 Geschichten handelt.
Die Hauptstory handelt von Dominic und nimmt ungefähr 2/3 des Buches ein. Als kleinen Bonus sozusagen erfreut uns die Autorin mit einer 130 Seiten langen, zweiten Geschichte um den Satyr Vincent. Und nur dessen Inhalt schaffte es auf den Klappentext.
Und da es um zwei unterschiedliche Männer geht, werde ich auch diese getrennt betrachten. Okay als Männer kann man sie irgendwie nicht wirklich bezeichnen, denn welchem Mann wächst zu Vollmond schon ein zweiter Penis? Merkwürdig ist die Vorstellung schon und trotz meiner blühenden Fantasie kann ich mir das nicht so genau vorstellen. Aber ich glaube genau das macht den Reiz dieser Bücher aus, denn so etwas habe ich bisher in noch keinem anderen Buch gelesen.

Das Cover finde ich wieder toll und bleibt zum Glück seinen Vorgängern treu, denn leider wurde die Covergestaltung nach dem ersten Teil geändert, sodass dieser nicht zu den anderen passte.
Wer allerdings die englischen Cover kennt, wird mir zustimmen, dass diese scharfer sind. Mir gefallen die Deutschen aber dennoch besser ;)

Dominic
Ich weiß gar nicht so recht, wie ich bei diesem Buch anfangen soll, am besten mit dem Inhalt. 
Emma, Janes kleinere Schwester, ist mittlerweile erwachsen und lebt seit 15 Jahren auf dem Satyranwesen und ist seit 1 Jahr mit dem Halbsatyr Carlo verheiratet, doch glücklich ist diese Ehe nicht, da weder Emma Carlo liebt, noch er sie. Weswegen sie auch immer verhindert hatte, dass sie schwanger wird, denn sie wollte sich nicht noch mehr an ihn binden. Doch Carlo ist dies egal und schwängert sie gewaltsam ohne ihr Einverständnis. Da es bei Satyrkindern üblich ist, dass sie in einer Vollmondnacht gezeugt werden und in der nächsten zur Welt kommen, ist es erforderlich, dass Emma wieder mit Carlo schläft. Doch dieser wurde im Krieg in der Anderswelt verletzt und ist nun impotent. Aus diesem Grund bringt er Dominic mit, damit dieser sich mit Emma vereinigt und so die Geburt auslöst. Emma ist verwirrt und will nicht so richtig wahrhaben, was da passiert und doch, um das Leben ihres Kindes zu schützen, versagt sie sich Dominic nicht.
Das ist ganz grob der Inhalt der ersten 100 Seiten und verrät noch nicht so viel, doch ab da an nehmen die Ereignisse und Bekenntnisse eine überraschende Wandlung.

Es ist erstaunlich, welche Intrigen und böse Machenschaften ans Licht gelangen. Denn von den ersten 100 Seiten war ich nicht wirklich angetan, da es immer etwas mit Zwang und Gewalt zu tun hatte und wie unglücklich Emma sich fühlte. Jedoch nahm ab der Geburt der kleinen Rose die Geschwindigkeit der Handlungen stark zu und überschlugen sich und wurden an manchen Stellen viel zu kurz behandelt. Zwar war die Geschichte um Emma und Dominic interessant, doch meiner Meinung nach etwas lieblos abgehandelt. Mir ist nicht wirklich klar, an welcher Stelle genau und wieso Emma und Dominic sich verliebten, alles passierte einfach zu schnell.

Die erotischen Szenen waren dennoch recht ansprechend und die Autorin umschreibt nichts und nennt alles klar beim Namen. Eine kleine Abwechslung zur geblümten Ausdrucksweise ;) Wahrscheinlich wird dies auch nicht Allen gefallen, vor allem, da auch Gewalt eine Rolle dabei spielt. Sie bringt es ungeschönt aufs Papier, was ich einerseits gut, andererseits abstoßend fand. Aber es passte doch irgendwie zur Geschichte.

Ich bin mir aber immer noch nicht 100-prozentig sicher, wie ich die Story finde und wenn ich sie mit den vorherigen Büchern vergleiche, schneidet dieser Teil des Buches etwas schlechter ab. Es war nicht wirklich schlecht, das auf keinen Fall, aber aufgrund der etwas zu schnell abgehandelten Story am Schluss, auch nicht wirklich gut. Auch die Charaktere überzeugten mich erst ab Mitte der Geschichte, weswegen ich alles in allem nur 3 Eulen vergeben kann. 


Vincent
Vincents Geschichte ist komplett anders und gefiel mir deutlich besser, auch wenn sie wie Dominics Geschichte, zum Schluss hin etwas lieblos niedergeschrieben wurde.
Vincent ist Janes erstgeborener Sohn, mittlerweile 27 Jahre als und in ganz Italien für seine, sagen wir es mal so, extrem Ausmaße in der Lendengegend bekannt. Ganz ehrlich als Frau denkt man, wenn man die Textpassage liest, nur "Aua! Das muss doch wehtun." *hust*. 
Die Inhaltsangabe gibt gut wieder, wie sehr Vincent und auch Landon sich nach der Nymphe sehnen und als sie plötzlich real wurde, traute anfangs niemand ihr. Verständlich, denn sie wurde menschlich um... Na, ich will nicht zu viel verraten, lest selbst.

So kurz die Geschichte auch wahr, minderte die Länge nichts an deren tollen Handlung. Man erfuhr einiges über die Kinder der ursprünglichen Lords of Satyr. Die Erotik kam keineswegs zu kurz und ich empfand sie ansprechender als die der ersten Geschichte, auch wenn wieder einmal eine Vergewaltigung beschrieben wurde, die ich aber großzügig ausgeblendet habe. Wäre diese nicht gewesen und das etwas abrupte und das für mich nicht ganz nachvollziehbare Ende, hätte ich "Vincent" 5 Eulen gegeben, so sind es jedoch nur 4.

Fazit
Die lange Wartezeit von 18 Monaten hat sich dennoch gelohnt und die Grundidee ist selbst im vierten Roman noch nicht abgenutzt. Die Autorin erschuf wieder eine interessante Welt, auch wenn für mich die Darstellung der Charaktere und die Ausarbeitung der Story, aufgrund der Kürze der Geschichten, etwas gelitten haben. Mir fehlte einfach eine etwas detaillierte Beschreibung der Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten, wie ich sie aus den vorherigen Teilen kannte. Auch ist die jeweilige Grundstory immer sehr komplex aber viel zu kurz umschrieben und ausgearbeitet, sodass doch einige Ungereimtheiten blieben.
Für Fans der Serie ein klares Muss auch wenn "Der Traum des Satyrs" nicht an seine Vorgänger heranreicht und deswegen von mir nur 3 1/2 Eulen bekommt.

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