Patricia Coughlin - Das Amulett der Zauberin

Autorin: Patricia Coughlin
Seiten: 448
Verlag: Knaur TB
Preis: 9,99 €

Inhalt
Seit Eve Lockhart ein Liebeszauber missglückt ist, hat sie der Magie und der Liebe abgeschworen. Doch dann trifft sie bei einer Auktion den geheimnisvollen Gabriel, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Als ein seltener Anhänger angeboten wird, ersteigert Eve ihn, ohne zu ahnen, dass Gabriel Hazards Leben untrennbar mit dem Amulett verknüpft ist … (Knaur)
Review
"Ein guter Wein muss atmen, bevor er seinen Geschmack richtig entfaltet." Genauso würde ich auch "Das Amulett der Zauberin" beschreiben, denn es brauchte lange, bevor es so richtig gut wurde, dann allerdings fesselte mich die Story so sehr, so dass ich es in einem Stück verschlungen habe.

Aber wie immer zuerst etwas zu dem Cover. Mir fällt eigentlich nur ein Wort dazu ein "Wunderschön". Es sticht sofort ins Auge und die Farbgestaltung ist genau nach meinem Geschmack. Das Amulett sieht toll aus aber es entspricht nicht der Beschreibung des Amulettes des Buches, das stört mich bei der Covergestaltung aber überhaupt nicht :) Übrigens, wem das Buch gefallen hat und  auch gerne so eine Sanduhr hätte, wie im Buch beschrieben, ich habe bei Bijou Brigitte so eine Kette gesehen.

Wie ich schon schrieb, brauchte das Buch eine Weile, um in fahrt zu kommen. Auf den ersten 200 Seiten lernt man die Figuren kennen bzw. glaubt man das. Eve wird allerdings sehr detailreich beschrieben, sie ist intelligent, großherzig, ein Workaholic und liebt ihre Familie abgöttisch. Sie würde alles für ihre Schwester, ihre Nichte und ihre Großmutter tun. Und dies hat sie in der Vergangenheit bei mehr al einer Gelegenheit getan. Anfangs schien sie mir etwas distanziert aber das änderte sich im Laufe der Handlung. 
Der Held des Romans ist Gabriel Hazard, ein interessanter Mann, wie ich finde. Sehr mysteriös und geheimnistuerisch. Aus ihn wird man einfach nicht schlau, da er sich sehr bedeckt hält und nicht viel über sich verrät. Anfangs dachte ich auch noch, dass er nicht gutes im Schilde führte. aber dann, als das Buch die Kurve bekam, entdeckt man eine Vielschichtigkeit in Ihm die aus einem komischen Typen einen sehr sympathischen Helden machte. 
Ab dem Moment, als Hazards wahre Absichten gelüftet werden, verändert er sich drastisch und machte ihn nur um so sympathischer für mich. Denn er ist ein romantischer Mann, wie man ihn sich nur wünschen kann. Die Autorin hat mit Eve und Gabriel ein wirklich schönes Heldenpaar erschaffen, die man einfach mögen muss und die Liebesgeschichte ist genauso toll.

Wie ich schon schrieb, kommt die Geschichte für mich erst ab der Hälfte so wirklich zum Laufen. Man versteht erst die ganzen komplexen Zusammenhänge. Daraus ergibt sich eine spannende Geschichte, die allerdings gleichbleibend blieb. Einen wirklichen Spannungshöhepunkt gab es meiner Meinung nach nicht, was ich allerdings nicht weiter tragisch fand. Das eigentlich interessante an dem ganzen Buch war die Liebesgeschichte, sie überstrahlte für mich zeitweilig die ganze Grundstory. Erst denkt man, dass die Beiden nie eine Chance hätten und dann entsteht so etwa Schönes daraus. Hach, das spricht die kleine Romantikerin in mir an *seufz*. Natürlich muss es auch einen Bösen geben und dieser hielt sich sehr im Hintergrund verborgen und eigentlich gab es ihn auch nicht so richtig. Nur hie und da war er mal präsent und natürlich zum großen Showdown. Er wurde eher oberflächlich beschrieben, doch zog er sich im Hintergrund durch die ganze Handlung. Wie gesagt, die ganze Geschichte ist sehr komplex und ich möchte auch nicht verraten, was es umso schwieriger macht euch einen Einblick zugeben. 

Ich weiß nicht, ob es Absicht war oder ob ich mir das nur einbilde, aber kann es sein, dass sie mit Gabriels Nachnamen Hazard auf das englische Wort Wizzard (Zauberer) anspielte? Klingt ähnlich, würde passen und es wäre noch eine Parallele zu Eve. Ihr werdet schon merken, was ich meine, wenn ihr das Buch auch lest :)

Für mich lieferte Patricia Coughlin mit "Das Amulett der Zauberin" einen wirklich schönen Romantic Fantasy Roman ab, der zwar lange brauchte um richtig gut zu werden, der mich dann aber umso mehr mit der Liebesgeschichte fesselte. Sie erschuf mit ihren Protagonisten ein wirklich tollen und vielschichtiges Pärchen und ihre Nebenfiguren vollenden das Bild eines guten Romans. Der Schreibstil ist flüssig, wenn auch erst ab der Hälfte fesselnd. Die Wortwahl, vor allem während der Liebesszenen, ist ausgesprochen gut gewählt und sehr romantisch.

Ich kann diesen Roman nur empfehlen und keiner sollte sich von der etwas zähen Handlung am Anfang entmutigen lassen, denn je weiter die Handlung fortschreitet, umso detaillierter und interessanter wird es. Und da der Anfang etwas schleppend anlief, der Rest aber umso schöner war, vergebe ich 4 Eulen ^^

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