Eden Bradley - Ketten der Lust

Autor: Eden Bradley
Seiten: 320
Verlag: Blanvalet
Preis: 7,99€

Inhalt
Für die Universitätsdozentin Mia Rose Curry ist alles, worüber sie in ihrem Seminar »Außergewöhnlicher Sex« spricht, reine Theorie – bis sie ihren Studenten James kennenlernt. Sie weiß, er ist tabu für sie. Doch er ist auch unglaublich sexy, sinnlich und begehrenswert. Gemeinsam brechen sie alle Regeln, doch die Ketten der Lust halten sie gefangen.
Review
Das ist nun mittlerweile das vierte Buch der Autorin in Deutschland. Wie ich im vorherigen Post schon geschrieben habe, war ich mir unsicher, ob ich das Buch lesen möchte oder nicht. Letztendlich habe ich es doch getan und irgendwie bereue ich es ein wenig, denn an seine Vorgänger kommt dieser Roman nicht heran.

Zuerst einmal etwas zu diesem Cover. Typisch erotischer Roman, mit nackter Frau Vorne. Zwar ist dieses Bild noch ästhetisch dennoch gefällt es mir nicht so gut. Nicht nur, dass es für mich veraltet wirkt in seiner Gestaltung, auch das Modell finde ich nicht gerade ansprechend. Wie sagte mein Freund, als er es gesehen hat "Das Modell sieht aus wie ein Kerl mit Brüsten." und da stimme ich ihm zu, denn nicht nur wirkt sie viel zu durchtrainiert, sondern auch total abgemagert. Eine Frau auf einem Erotikroman muss Kurven haben und nicht so wie auf Diesem.

Das Buch war für mich ein kleiner Reinfall, da ich die vorherigen Bücher der Autorin mochte. Sie waren gut geschrieben und die Charaktere waren als solche zu erkennen, doch in diesem Buch blieben die Protagonisten flach und irgendwie wirkten sie auf mich langweilig. Für mich hat die Autorin dieses Buch aus ihren anderen Büchern zusammen gebastelt. 
Die weibliche Hauptfigur ist die 33 jährige Professorin Mia Rose Curry, die zwar über Sex Vorlesungen hält aber privat ihre sexuellen Vorlieben nicht auslebt. Sie wirkt gehemmt, unsicher und verschlossen. Zwar liefert das Buch Erklärung dazu, doch diese waren mehr oder weniger nicht überzeugend. Auch ihr männlicher Gegenpart wirkte viel zu Gut um wahr zu sein. Er entspricht genau den Vorstellungen von Mia Rose und dieses wirkte auf mich einfach unglaubwürdig. Jagger James ist 26 und damit anfangs zu jung für Mia Rose wie sie findet. Schlimmer ist allerdings, dass er ihr Student ist und sie ihre Karriere zerstören könnte. Doch wie ich schon sagte, entspricht er ansonsten Mias Traummannvorstellungen. Er ist groß, sieht gut aus, ist intelligent und kann auch noch kochen. Darauf legt sie besonderen Wert, denn Essen ist ihr Fetisch. Mir ist durchaus bewusst, dass Essen ein Fetisch sein kann, doch wie es in dem Buch zum Teil dargestellt wurde, würde ich es in diesem Roman nicht als solches Betrachten. Auch ohne diesen Fetisch wurde es Spaß machen, was die Beiden da anstellen :). Auch sein "Fetisch" finde ich nicht so besonders. 

Zwar war diese ganze erotische Beziehung zwischen Mia Rose und Jagger in einem Plot untergebracht, doch so wirklich vereinnahmt hat er mich nicht, denn es blieb flach und es wiederholte sich einiges von den Szenen her. Auch die Unsicherheiten der Beiden zu ihrer Beziehung, zu dem Sex und ihren erotischen Vorlieben wurde ständig durchgekaut und das immer und immer wieder. Ganz ehrlich, ich hab es auch schon beim ersten Mal kapiert, wieso alles so schwierig ist, auch wenn ich es als etwas belanglos angesehen habe. 

Die Erotischen Szenen sind so ein Thema für sich bei "Ketten der Lust". Für mich ist das Wort "Ficken" nicht erotisch und mir vergeht dabei alles. Diesen Wort kann man eventuell ein oder auch zwei Mal verwenden aber nicht in einem fort. Dadurch wirkten die Szenen absolut plump, hätten sie aber nicht gemusst. Man hätte andere Wörter benutzen können und schon wäre das Buch deutlich besser geworden. Auch ergaben die Dialoge während dessen manchmal keinen Sinn. Beispiel gefälligst? Gideon und die beste Freundin von Mia Rose,  Karalee hatten gerade Sex in einem Park an einem Baum gelehnt. Sie sind fertig und "schwelgen" noch ihren Höhepunkten nach, als er plötzlich sagt " Karalee. Ich ficke dich." Also bitte, erstens seit ihr gerade fertig und zweitens das will eine Frau auch unbedingt hören beim "Nachglühen" *Kopf schüttel*
Auch waren die Sexszenen zumeist schnell abgehandelt, vor allem bei der Nebenstory, die mir fast besser gefallen hat, also von den Charakteren her. Zwar hatten auch diese Probleme in ihrer "Beziehung", doch war diese Handlung stimmiger und glaubwürdiger. Auch wenn die Autorin beabsichtigte daraus eine Dominanz und Unterwerfungsbeziehung zu machen, so gelang es ihr nicht, alles viel zu harmlos ;) 
Auch diesen ständige unsichere Hin und Her zwischen Jagger und Mia Rose hat mir die Lust an diesem Buch verdorben. Unsicherheit kann zwar zum Geschehen in einem Buch beitragen, doch hier störte es, da diese nicht verschwinden wollten und übertrieben verkompliziert wurden.

Alles in allen war dieser Roman eine Enttäuschung, wenn man sie mit den anderen Büchern der Autorin vergleicht. Flache Charaktere und eine eher langweilige Geschichte mit vulgären Dialogen. Man hätte so viel mehr daraus machen können und von der Grundidee war es auch nicht schlecht aber der Schreibstil ließ zu Wünschen übrig und das Wort "Ficken" hat es für mich dann komplett kaputt gemacht.
Wen es allerdings nicht stört, dass die Protagonisten unsicher sind und Probleme mit sich herum tragen, die leicht gelöst werden können und wer sich an dem Wörtchen "Ficken" nicht stört, dem gefällt eventuell der Roman. Mir hat er nicht gefallen, dennoch gebe ich die Autorin nicht auf. Ein schlechtes Buch muss ja nichts heißen. Alles in allen nur 2 Eulen von mir für dieses Buch...


1 Kommentare Kommentar

{ Niniji } at: 21. Oktober 2011 um 14:19 hat gesagt…

Aah! Auf diese Rezi habe ich gewartet! Sehr gut geschrieben. Musste bei eingen Stellen echt grinsen. Und die Szene am Baum ist echt der Brüller... Da wär mir auch alles vergangen beim lesen ;)
LG,
Niniji

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