Pandora Winter - Skinchanger: Wildes Blut

Autorin: Pandora Winter
Titel: Skinchanger - Wildes Blut
Genre: Fantasy, Soft-SM / BDSM
Seiten: 222
Verlag: Plaisir d'Amour
Erscheinungstermin: 09/2011
Preis: 14,90 € (6,99€ - ebook)
Leseprobe
Inhalt
Eines Nachts wird Devin auf dem Heimweg von einem riesigen Wolf angefallen und schwer verletzt.
Jackson West, Kronprinz des Lycaon-Clans und Inhaber eines SM-Clubs, muss verärgert feststellen, dass sein unbeherrschter Bruder einmal mehr Mist gebaut hat:  Er findet ihn blutverschmiert im Park, ganz in der Nähe einer verletzten Frau. Jackson muss reagieren - weder die Öffentlichkeit darf hiervon erfahren, noch der Clan selbst, denn durch die Bisse unkontrollierter Wölfe werden Menschen infiziert und zu reißendem Wildem Blut. Jacksons Clan hat die Aufgabe, das Wilde Blut aufzuspüren und zu vernichten.
Jackson erfährt, dass sein Bruder das Wilde Blut seit Jahren aufspürt, um die Infizierten heimlich zu lehren, sich zu kontrollieren. Statt Devin gemäß der Clanregeln zu töten, bringt Jackson sie ins Versteck seines Bruders und nutzt seine Erfahrung als Dominus, um das Tier in ihr zu bändigen. Je ungehorsamer Devin sich gebärdet, desto mehr begehrt Jackson sie.
Doch die Jäger des Lycaon-Clans heften sich an die Spuren des Wilden Blutes … (Plaisir d'Amour)
Review
Pandora Winter ist das Pseudonym der Autorin Jazz Winter (obwohl dies auch nicht ihr richtiger Name ist, also ein Pseudonym vom Pseudonym *g*). Mit Skinchanger - Wildes Blut veröffentlicht sie nun ihren ersten erotischen Fantasy Roman. So wie ich es gelesen hatte, bleibt es allerdings nicht ihr letzter und ich muss wirklich sagen, dass ich froh darüber bin, denn dieses Buch hat mir wieder außerordentlich gut gefallen. Wie eigentlich alles, was die Autorin geschrieben hat und ich auch kenne :)

Das Cover zu diesem Roman finde ich sehr gelungen, denn es lässt erahnen um was es in diesem Buch geht. Um Gestaltwandler, die allerdings in Pandora Winters Welt Skinchanger also Hautwandler heißen, um eine Frau und das Spiel um Dominanz und Unterwerfung (Handschellen), allerdings in abgeschwächter Form. Zum Inhalt brauch ich nichts weiter sagen, denn auch die Inhaltszusammenfassung beschreibt die Handlung des Buches sehr gut.

Wie ich bereits geschrieben habe, handelt es sich um Hautwandler, dies bedeutet nichts anderes als das sich diese "Menschen" in tierische Formen, hier Wolf, verwandeln können. Sie wurden so geboren und entstammen einer eigenen Rasse, allerdings gibt es auch "Wildes Blut". Dies sind Menschen die von Reinblüter gebissen worden sind und sich fortan in Wölfe verwandeln können. Allerdings sind die Skinchanger bestrebt, jeden zu töten, der ebenfalls zu einen Hautwandler geworden ist, durch einen Fehler ihrer Clanbrüder oder -schwestern. Wildes Blut wird nicht toleriert, da sie als unberechenbar und wild gelten und somit eliminiert werden müssen. Die Logik dahinter ist allerdings etwas verquer, denn Wildes Blut entsteht nun mal durch die geborenen Skinchanger die sich nicht beherrschen konnten und deswegen müssen diese armen Menschen durch Fehler Anderer sterben. Und genau dort setzt eigentlich erst die Geschichte um Devin und Jackson an, denn sie ist einer dieser Menschen, die unfreiwillig zum Hautwandler wurde.

Das Buch fängt schon einmal gut an, denn gleich im ersten Satz geht es heiß her, denn Devins Bruder vergnügt sich gerade mit seiner Freundin, die, laut Devin, einen super Orgasmus vortäuschen kann. Allein auf den ersten paar Seiten erfährt man schon einiges über sie. Ihr Vater ist gerade gestorben, sie wohnt vorübergehend bei ihren großen Bruder, sie arbeitet in einer Bikerbar und fährt einen Schrotthaufen, denn sie allerdings nicht missen möchte. Dieser wird ihr allerdings zum Verhängnis. Frau Winter lieferte mit Devin wieder einmal eine interessante Persönlichkeit und Frau ab, die weiß was sie will und wie sie es bekommen kann. Sie ist eine starke Persönlichkeit , eine Alpha und ich hatte fast das Gefühl, nichts kann sie wirklich aus der Fassung bringen aber im Laufe der Handlung blickt man tiefer in sie hinein und erkennt, dass sie doch nicht immer stark und taff ist. Sie hat eine verletzliche Seite und manch Unsicherheiten. All dies macht sie zu einer tiefgründigen Charakter, den ich absolut sympathisch fand, gerade auch deswegen, weil sie sich gerne mal widersetzt und nicht alles mit sich machen lässt.
Jackson, mhm, ja Jackson ist der geborene Alpha und nicht nur weil er Dominat ist, nein er ist der Nachfolger des Lycaon seines Clans. Jackson behält immer einen kühlen Kopf, das muss er auch, schließlich lastet nicht nur die Zukunft des Clan auf seinen Schultern, nein durch seinen Bruder auch die des Wilden Blutes. Zu Beginn des Buches erfährt man, dass er ein BDSMler ist und einen eigenen Club besitzt, doch dies spielte nur am Rande eine Rolle. Auch Jackson möchte ich von Anfang an, denn er versteht es einfach diesen Spagat zwischen all seinen Verpflichtungen und seiner Zuneigung und Liebe zu Devin zu meistern.
Auch mit diesem Buch ist es Jazz bzw. Pandora Winter gelungen ihren Charakteren Persönlichkeit zu geben und sie vielschichtig darzustellen. Man erhält einen kleinen aber guten Einblick in Jacksons und Devins Gefühlswelt, zudem konnte ich ihre Entscheidungen leicht nachvollziehen und sie blieben logisch.

Die lustvollen Spiele, die Jackson mit Devin auslebt sind diesmal weniger BDSM-lastig, sodass auch Leute, die diese Sexpraktik nicht so gerne mögen, ihren Spaß mit diesem Buch haben werden. Zwar spielt Dominanz und Unterwerfung eine wichtige Rolle bei der Erziehung von Devin zur Wölfin, doch blieben härtere Praktiken aus. Naja ok, ein wenig dufte Jackson schon mit seiner Peitsche herumschwingen XD Das klingt jetzt so schön doppeldeutig XD. Die Sexszenen passten wieder einmal wunderbar in den Plot und wirkten meiner Meinung nach nie fehl am Platz. Gegen Ende des Buches geht es noch einmal hoch her und man könnte meinen das die Autorin noch mal schnell zum Ende etwas herausholen wollte, doch im Laufe des Buches erfährt man schon, wieso es genau an dieser Stelle dazu kommt.
Die ganzen Sexszenen wurden sehr gut beschrieben und wirkten auf mich nicht plump und angestrengt erotisch. Einen kleinen Lachkrampf hatte ich allerdings an einer Stelle, und ja ich bin manchmal kindisch, als Jackson Devin oral verwöhnte und Frau Winter seine Zunge als Leckorgan bezeichnete. Ich war im ersten Moment irritiert, da ich das glaube noch nie so gelesen hatte und musste einfach lachen über diese Wortwahl :D.

Zwar hatte mir diesen Buch gleich zwei mal hintereinander den Nachtschlaf geraubt, doch ich bereue es keineswegs. Für mich war es ein sehr schöner erotischer Fantasy Roman der auf Fortsetzungen mit Reece oder Nathan hoffen lässt, denn auch die Nebencharaktere wurden gut gezeichnet dargestellt und man möchte einfach mehr über sie erfahren. Der Schreib- und Erzählstil der Autorin war wie gewohnt flüssig und spannend. Und wäre ich nicht vor lauter Müdigkeit in der ersten Nacht eingeschlafen, so hätte ich diesen Roman in einen Rutsch durchgelesen, denn die Handlung war spannend erzählt und ich wollte es gar nicht aus der Hand legen. Denn es war Anfangs nicht wirklich klar, ob sich alles zum Guten und wenn ja, wie es sich wenden würde.
Das Ende war zwar zum Schluss mehr oder weniger absehbar, aber wie es entstanden ist, lockte mir dann doch ein Grinsen ins Gesicht.

Auch dieser Roman war wieder ein Genuss. Er hatte für mich genau die richtige Mischung aus Fantasy und Erotik. Pandora Winter ist es gut gelungen eine neue erotische und interessante Fantasywelt und tolle Charaktere zu erschaffen, über die ich einfach mehr erfahren möchte.
Dies wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich dieses Buch gelesen habe. Ich bin begeistert und ich kann diesen Roman nur empfehlen und somit bekommt es auch verdiente 5 Eulen.

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