Sandra Henke - Der Gebieter

Seiten: 240
Verlag: Heyne Verlag
Art: Taschenbuch
Preis: 7,99€ 

Der Roman ist für Leser unter 18 Jahren nicht geeignet.
Inhalt
Naomi ist entsetzt, als sie herausfindet, dass der charismatische Autor Samuel an einem Enthüllungsbuch über die Sexeskapaden ihrer traditionsreichen Winzerfamilie schreibt. Er macht ihr ein unmoralisches Angebot: Er wird Kapitel für Kapitel löschen, wenn sie sich ihm unterwirft, ohne Grenzen, ohne Geheimnisse. Doch es gibt in ihrer Familie eines, von dem niemand je erfahren darf.
Review
"Nichts scheint so, wie es im ersten Augenblick aussieht." Das war anscheinend der Grundgedanke hinter dieser Story. 
Naomi ist genervt von ihrer Beziehung und nimmt sich erst einmal eine Auszeit von ihrem Freund Cheng, dem das überhaupt nicht passt. Als Leser versteht man ihre Entscheidung sofort, etwas Abstand von ihm zu bekommen, weshalb sie auch zu dem Weingut ihrer Verwandten reist. Dort angekommen staunt sie nicht schlecht, dass das Gästehaus bereits besetzt ist. Noch überraschender ist allerdings, mit welchen Themen sich dieser Fremde befasst. 
Die Inhaltsangabe erfasst den Kern der Handlung und deshalb möchte ich zum Inhalt auch nichts weiter erzählen, denn der Roman ist so kurz, dass ich nicht zu viel verraten möchte.

So ganz sicher bin ich noch nicht, was ich von dem Buch halten soll, da die Story und die erotischen Szenen zwar gut geschrieben waren, doch mir ging alles viel zu schnell. Man wurde mitten in die Story hineingeworfen. Auf füllende Handlung wurde komplett verzichtet, weshalb ich das Buch auch nicht ganz so gut fand, wie die vorherigen Bücher von Sandra Henke. Aber es lag eindeutig an der Seitenvorgabe, dass dem Buch seinen Charme genommen hat. Wie auch bei "Der Mädchenakademie", spielt sich alles auf knapp 250 Seiten ab und da kann man leider keine packende Story, wie z.B. bei der "Loge der Lust" oder "Maske des Meisters" von Frau Henke, erwarten. Sie hat allerdings versucht, mit den wenigen Seiten eine Liebesgeschichte darzustellen, die auf Lügen beruht, die dann allerdings doch ein Happy End hat. 

Ich hatte aufgrund des Titels mehr BDSM-typische Handlungen erwartet und wurde leider enttäuscht. Mit diesem Thema hatte das Buch eigentlich gar nichts zu tun, auch wenn manche Szenen danach aussahen. Aber jeder, der schon einmal Romane mit dem Hauptaugenmerk  BDSM  gelesen hat, wird merken, dass die Charaktere eigentlich nur eine weich gespülte Version davon praktizieren. 
Ich fand das Buch etwas lieblos. Sexszene wurde an Sexszene geschoben und stellten die Figuren des Romans als sexgeile Familie da, die nichts anderes können, als zu kopulieren.

Auch das große Familiengeheimnis wurde ohne große Finesse aufgedeckt und war dementsprechend auch nicht so weltbewegend. Auch die Beziehung zwischen Sam und Naomi war nicht so spannend. Er stellt eigentlich einen Dominus dar und ist doch in Wirklichkeit ein gefühlvoller und verletzlicher Mann. Auch wenn sich die beiden Dinge absolut nicht ausschließen, so kam Sam einfach nicht als dominanter Mann rüber, auch nicht wären den "Sessions".

So gerne ich Romane von Sandra Henke auch mag, so war doch dieser Roman auf den ersten Blick enttäuschend. Eventuell wird er beim zweiten Mal lesen besser, dennoch war es alles in allem ein eher mittelmäßiger Roman und nicht vergleichbar mit den vorherigen Romanen der Autorin. Ich lasse mich auch durch diesen Buch nicht abschrecken und freue mich auf den im Oktober erscheinenden Roman "Jenseits aller Tabus" vom Mira Verlag. Bei dem hege ich die Hoffnung, dass er genauso gut wird, wie die 3 vorherigen Bücher von Sandra Henke, die in diesem Verlag erschienen sind.

Aufgrund alldem fällt meine Bewertung auch diesmal nur mit 3 Eulen aus. Es war so an sich nicht wirklich schlecht und man kann es definitiv lesen, doch man sollte nicht zu viel erwarten und vor allem kein Roman im Stile der Vorherigen. 

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